Passionsspiele

Die Kelmiser Passionsspiele um das Leben und Sterben Jesu sind alle sieben Jahre ein Höhepunkt in der Theaterlandschaft der Gemeinde. Über die Grenzen der Kommune und Ostbelgiens hinaus reisen Besucher an, um das beeindruckende Spektakel zu bestaunen.

Die Geburtsstunde geht auf das Jahr 1936 zurück, als die Pfarre Kelmis das silberne Jubiläum der Patronage feierte. Den Höhepunkt der Festlichkeiten bildete die Uraufführung des von Kaplan Darcis verfassten Passionsspiels. Das Spiel wurde achtmal vor überfülltem Hause aufgeführt.

Angesichts des Erfolgs der Uraufführung entschloss man sich zu einer Wiederholung der Spiele im Jahre 1939. Dann brach der Krieg aus und die Pioniere des Spiels wurden auseinandergerissen.

1950 feierte das Kelmiser Passionsspiel seine „Wiedergeburt“.

Seit 1966 werden die Spiele nun alle sieben Jahre aufgeführt. Mit den Jahren prägten viele Namen in der Regie und Gesamtleitung die Geschichte der Passionsspiele: Franz Uebags, Joseph Jongen, Joseph Dumbruch, Pastor Guillaume Voncken, die Kapläne Hermann-Josef Kalpers und Jean-Marie Keutgen, Charles Cravatte, Fritz Demonthy, Mathieu Grosch, Willy Debey usw.

Im Jahre 2015 folgte die bis dato letzte Aufführung (an insgesamt elf Abenden). Regie führten Hubert Hilligsmann und Marcel Henn.

Die nächsten Passionsspiele sind für das Jahr 2022 geplant. Austragungsort ist wie immer die Patronage.