5. Februar 2026
Veranstaltung
Sonderausstellung „Kelmis. Verflochtene Geschichte(n)“ im Museum Vieille Montagne
Am Freitag, 6. Februar, wird um 18 Uhr im Museum Vieille Montagne mit einer Vernissage die Sonderausstellung „Kelmis. Verflochtene Geschichte(n)“ eröffnet.
In der Sonderausstellung, die bis zum 8. Mai gezeigt wird, werden die Abschlussarbeiten von vier Architektur-Studierenden der RWTH Aachen präsentiert, die im Rahmen eines Seminars von Prof. Dr. Susanne Hefti und Sina Hensel entstanden sind. In ihren Arbeiten setzen sich Katharina Haase, Isabell Jahnke, Myoungsoo Jeong und Felis Mertens multimedial mit der wechselhaften Geschichte von Kelmis auseinander und decken Verbindungen auf zwischen Zentrum und Peripherie, zwischen dem Reichtum der Bodenschätze und der Armut der Halden, zwischen wage Vergangenem und greifbarer Gegenwart.
Ausgehend von historischen, materiellen und ökologischen Spuren entwickelten die Studierenden künstlerisch-forschende Fragestellungen und Ausdrucksformen, die sich mit der industriellen und politischen Vergangenheit und deren Nachwirkungen auseinandersetzen. Mit multimedialen Methoden, von Fotografie und Film bis zu Zeichnung und narrativen Formaten, werden menschliche wie nicht-menschliche Akteur:innen sichtbar gemacht, die in offiziellen Geschichtsschreibungen oft marginalisiert blieben. So entsteht eine räumliche und vielstimmige Lesart von Kelmis, die Geschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als fortwährend verflochtenen Prozess versteht.
Anmeldung erwünscht via mvm@kelmis.be oder 087/65 75 04.
Der BRF berichtet in einem Video über die Expo.
Die Sonderausstellung wurde in Kooperation mit der Architekturfakultät, Bereich Künstlerische Methoden an der RWTH Aachen Universität organisiert und mit der Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, der AGR Galmei und der V.o.G MVM realisiert.