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Nach dem Sturz Napoleons

Nach dem Sturz Napoleons entscheiden die im Wiener Kongress versammelten europäischen Mächte eine politische Neuordnung des Kontinents. Belgien, die habsburgischen Niederlande, sollen mit den nordniederländischen Vereinigten Provinzen ein neues Königreich der Niederlande als Riegel gegen den französischen Expansionismus bilden. Das siegreiche Preußen sollte eine Erweiterung seiner niederrheinischen Besitzungen im Rheinland auf Kosten der früheren geistlichen Territorien (Kurköln und Kurtrier) erhalten. Bei den Verhandlungen zur Verteilung der besetzten Gebiete wurde bald der Gegensatz von Preußen, das zur Maas drang, und der Vereinigten Niederlande sichtbar. Durch verschiedene Teilverträge und durch die Wiener Schlussakte vom 9. Juni 1815 erhielt Preußen dann mehrere Kantone des Ourtedepartements, darunter Eupen und den vorspringenden Zipfel des Kantons Aubel, südlich, eigentlich südwestlich, von Aachen. Beide Mächte erhofften dadurch den begehrten Altenberg unter ihre Hoheit zu bringen.

Anlässlich der Festlegung der Grenze im Gelände konnte sich die gemischte preußisch-niederländische Kommission nicht über den Verlauf der Grenze in dem erwähnten Zipfel des Kantons Aubel einigen. Die Gemeinde Moresnet (aber auch das unerwähnte Gemmenich), wurde dreigeteilt. Der östliche Teil und der südlich der Landstraße Aachen-Lüttich liegende Teil wurde preußisch und dem neuen Kreis Eupen im Regierungsbezirk Aachen einverleibt.

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