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Geschichte

Die Ersterwähnung der Ortsnamen Kelmis und Hergenrath stammt aus dem Jahre 1280. In einer im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf aufbewahrten Urkunde der Zisterzienserabtei Altenkamp wird mitgeteilt, dass die Witwe und die vier Söhne des verstorbenen Aachener Bürgers Wilhelmus de Roza vor Richter und Schöffen zu Aachen ihre Erbteilung regeln. Abt und Konvent Altenkamp erhalten für den Novizen Ludovicus de Roza u.a. Erbzinsen auf Güter in "Kelms" und "Heyenrot". Auffallend ist, dass die damalige Schreibweise der heutigen plattdeutschen altlimburgischen Aussprache "Kälemes" entspricht, insofern man voraussetzt, dass der Urkundeschreiber die stummen "e" nicht berücksichtigt hat. Der Ortsname Kelmis stammt aus dem romanischen "Cal(a)minis", d.h. "bei den Galmeisteinen". Von den Germanen wurde dann die Form "Kälminis" mit dem althochdeutschen Umlaut des "a" vor folgendem "i" übernommen. Da diese Umlautung im 8.Jahrhundert im Aachener Raum festzuhalten ist, muss der Ortsname aus seinem romanischen Vorgänger spätestens in diesem 8.Jahrhuhndert entstanden sein. In der Blütezeit der Karolinger entstand bei der Aachener Pfalzkapelle eine Gießhütte, die vielleicht Altenberger Galmei verwendet hat.
 
Die französische Schreibweise "Calmine" erscheint erstmalig auf der Martini-Karte des Herzogtums Limburg aus dem Jahre 1603.
Der Abbau der Kelmiser Galmeilagerstätte setzt urkundlich 1344 ein. Nach den Aachener Stadtrechnungen gibt es damals Streit mit Brabant-Limburg über die bergbaulichen Anrechte der Reichsstadt Aachen im westlichen sogenannten Reichswald, auch "Preuse" genannt, in welchem die limburgischen Untertanen mit der Stadt Nutzungsrechte teilten. Die Ansprüche der Reichsstadt könnten aus Gewohnheitsrechten der karolingischen Pfalz herrühren. Brabant-Limburg stützt sich dagegen auf den moderneren Territorialbegriff des Landesfürsten. Im Jahre 1439 werden die Streitigkeiten durch den mächtigen Herzop Philipp von Burgund, der 1430 Brabant-Limburg geerbt hat, endgültig zu seinen Gunsten entschieden. Die Landesgrenze Limburg / Aachen verläuft nun als feste Linie am Kamm des Aachener Waldes und ersetzt den mittelalterlichen Grenzstreifen, den der Preuswald östlich der Göhl bildete. Von 1439 bis 1794 wird der "Altenberg, wo die Aachener pflegten zu graben", als Domanialgut des Herzogtums Limburg zu Gunsten des jeweiligen Herzogs von Brabant-Limburg betrieben : die Burgunderherzöge aus dem französischen Hause Valois, dann ihre Erben die Habsburger, zuerst die spanischen und endlich ab 1703 die österreichischen.

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