Material aus dem Erdinnern
Neben den Erzen sind auch Baumaterialien aus Steingruben im Grundgebirge gewonnen worden : vorwiegend Sandsteine der Famennestufe und des Unterkarbons sowie Kalksteine, sowohl zur Kalkgewinnung als auch Bruchstein bzw. Haustein (Blaustein). Sowohl östlich als auch westlich wird das Göhltal durch einen Höhenzug beherrscht : den Aachener Wald im Osten und die Ausläufer der Herver Hügelkammer im Westen. Beide sind aus losen horizontal lagernden Schichten gebildet, die sich leicht nach NW neigen. Im Göhltal selbst sind diese Schichten von Göhl und Nebenbächen abgetragen worden. Von unten nach oben sind zu erkennen : der Hergenrather Basiston, der Aachener Sand, der auch Sandstein- bzw Quartzitblöcke enthält, der mergelige Vaalser Grünsand und Kreideschichten vorwiegend im Westen. Auf dem weit verbreiteten Aachener Sand herrschten früher ausgedehnte Heiden mit viel Ginster, der u.a. in Hergenrath zur Herstellung von Besen verwendet wurde. Ton diente zur Backsteinherstellung und die Quartzitblöcke des Aachener Sandes als Bruchsteine. Mergel und Kreide wurden auf sandigen Böden zur Melioration derselben ausgestreut.

