Das Göhltal
Kelmis-La Calamine liegt am mittleren Oberlauf der Göhl am
Zusammenfluss mit dem Horn- oder Lontzener Bach. Die Göhl ist ein
direkter Nebenfluss der Maas, die sie im niederländischen Itteren
nördlich von Maastricht erreicht. Die Göhl und ihre Nebenbäche sind
seit dem 15. Jahrhundert wirtschaftlich genutzt worden, um Wassermühlen
zu betreiben, deren Erinnerung noch in den Orts- und Flurnamen
weiterlebt. Ein einziger Betrieb hat überlebt: die Filztuchfabrik
Heimbach Specialities AG (ehemals Bruch & Cie), am Tüljebach, unweit der deutschen Grenze.
Volkstümlich wird der Betrieb noch "Schleifmühle" genannt, da hier
vorübergehend eine Nadelschleifmühle eingerichtet war.
Das
Göhltal selbst ist in einer breiten Senke, die Göhlsenke, eingebettet.
Beide sind sowohl durch die abtragende Kraft des Wasserlaufes wie auch
durch NW-SO verlaufende Störungen des gefalteten Grundgebirges
entstanden.
Die Göhl fließt auf einer Länge von 3.975 m auf dem Gebiet der Gemeinde Kelmis.
Die Gesamtlänge aller Wasserläufe (Göhl, Tüljebach, Lontzenerbach, Roerbach und Grünstraßerbach) beläuft sich auf 12.598 m.

